Ratgeber Haus verkaufen

Gute Vorbereitung erspart spätere Umwege

Ob ein Verkauf entspannt verläuft, entscheidet sich oft in den Wochen vor der ersten Anzeige. Mit einigen Schritten schaffen Sie eine solide Grundlage.

Den richtigen Rahmen für den Verkauf setzen

Wer sein Haus verkaufen möchte, denkt zuerst an den Preis. Mindestens genauso wichtig ist aber der Rahmen, in dem der Verkauf stattfindet. Wann wollen oder müssen Sie ausziehen? Wo wohnen Sie danach? Und gibt es Miteigentümer, etwa Ehepartner oder Geschwister, die mitentscheiden? Diese Fragen sollten geklärt sein, bevor Sie Interessenten einladen. Sind mehrere Eigentümer im Grundbuch eingetragen, müssen alle den Kaufvertrag unterschreiben.

Einen realistischen Zeitplan aufstellen

Ein Hausverkauf lässt sich nicht auf den Tag genau planen. Unterlagen müssen beschafft, Fotos erstellt und Besichtigungen durchgeführt werden, danach folgen Finanzierung des Käufers, Notartermin und Übergabe. Auch Feiertage und Urlaubszeiten wirken sich auf Notartermine und Entscheidungen der Banken aus. Planen Sie deshalb etwas Puffer ein, vor allem dann, wenn Sie gleichzeitig eine neue Wohnung beziehen möchten. Im ersten Gespräch erstellen wir einen Zeitplan, der zu Ihrer Situation passt.

Kredit und Grundschuld klären

Läuft auf dem Haus noch ein Darlehen, sollten Sie früh mit Ihrer Bank sprechen. In der Regel wird der Kredit aus dem Kaufpreis abgelöst und die Grundschuld danach gelöscht. Bei einer vorzeitigen Ablösung kann eine Vorfälligkeitsentschädigung anfallen. Wie hoch sie wäre, kann Ihnen nur Ihre Bank sagen. Diese Zahl gehört in Ihre Planung, bevor Sie einen Angebotspreis festlegen.

Auch eine Grundschuld, deren Darlehen längst bezahlt ist, steht oft noch im Grundbuch. Dann brauchen Sie eine Löschungsbewilligung der Bank. Es lohnt sich, diese Unterlage früh anzufordern, damit sie zum Notartermin vorliegt.

Das Haus für Besichtigungen herrichten

Der erste Eindruck zählt, bei Fotos ebenso wie bei Besichtigungen. Das bedeutet nicht, dass Sie vor dem Verkauf aufwendig renovieren müssen. Größere Umbauten lohnen sich selten, weil Käufer eigene Vorstellungen von Küche, Bad oder Bodenbelag haben und ihre Kosten nicht immer im Preis wiederfinden.

Kleine Reparaturen statt großer Umbauten

Viel wichtiger sind die kleinen Dinge. Ein tropfender Wasserhahn, eine klemmende Tür oder eine lose Fliese wirken auf Interessenten wie Hinweise auf einen größeren Sanierungsstau. Solche Kleinigkeiten lassen sich meist mit wenig Aufwand beheben. Auch frisch gestrichene Wände in hellen Farben und aufgeräumte Räume helfen, damit Käufer sich vorstellen können, selbst dort zu wohnen.

Hand mit Smartphone beim Betrachten von Fotos eines Hauses

Denken Sie auch an Keller, Dachboden und Garage. Diese Räume werden bei Besichtigungen fast immer angesehen. Sind sie zugestellt, lässt sich ihr Zustand kaum beurteilen. Für die Fotos sorge ich mit professioneller Unterstützung dafür, dass Ihr Haus vorteilhaft und trotzdem ehrlich gezeigt wird.

Auch Gerüche spielen eine Rolle, etwa von Haustieren, Rauch oder feuchten Kellerräumen. Gutes Lüften vor jedem Termin hilft. Persönliche Gegenstände wie viele Familienfotos dürfen gern etwas reduziert werden, damit Interessenten sich das Haus mit ihren eigenen Möbeln vorstellen können.

Wenn Sie Ihr Haus verkaufen, ist der Garten oft das Erste, was Käufer sehen. Rasen mähen, Hecken schneiden und Wege freiräumen wirkt mehr als jede Beschreibung.

Unterlagen und Fragen der Käufer vorwegnehmen

Käufer eines Hauses stellen viele Fragen, und ihre Bank stellt noch mehr. Wer die wichtigsten Antworten schon vor der ersten Besichtigung parat hat, wirkt verlässlich und verkürzt die Zeit bis zur Finanzierungszusage. Dazu gehören neben Grundbuchauszug, Flurkarte und Energieausweis auch Grundrisse, eine Wohnflächenberechnung und gegebenenfalls Baugenehmigungen für Anbauten.

Modernisierungen dokumentieren

Erstellen Sie eine Liste der Arbeiten, die in den letzten Jahren am Haus gemacht wurden, mit Jahr und möglichst mit Rechnung. Neue Fenster, eine erneuerte Heizung, ein gedämmtes Dach oder ein modernisiertes Bad sind für Käufer wichtige Argumente. Als Fachmakler für Gebäudemodernisierung zeige ich Ihnen, wie Sie diese Informationen verständlich aufbereiten.

Auch Wartungsnachweise für Heizung oder Schornstein sowie Unterlagen zu Garantien, etwa für eine neue Heizungsanlage, sind für Käufer interessant. Sie zeigen, dass das Haus regelmäßig gepflegt wurde.

Ein leer stehendes Haus verkaufen

Steht das Haus bereits leer, etwa nach einem Umzug oder einem Erbfall, sollte es trotzdem gepflegt wirken. Regelmäßiges Lüften, eine Grundtemperatur im Winter und ein gepflegter Garten verhindern Schäden und machen einen besseren Eindruck. Wer sein Haus verkaufen möchte, ohne selbst vor Ort zu sein, kann die Besichtigungen mir überlassen. Ich halte Sie nach jedem Termin auf dem Laufenden.

Mit dieser Vorbereitung starten Sie gut in die Vermarktung. Den genauen Ablauf und die nächsten Schritte besprechen wir im persönlichen Gespräch. Wenn Sie Ihr Haus verkaufen möchten, nehme ich mir dafür gern Zeit bei Ihnen vor Ort.

Übersicht

Worauf Sie das Haus vorbereiten sollten

Die Grafik zeigt die Bereiche, die Kaufinteressenten bei Besichtigungen am häufigsten ansprechen. Nutzen Sie sie als Leitfaden für Ihre Vorbereitung.

Dach und DämmungAlter, Zustand, WärmeschutzFenster und TürenVerglasung und DichtheitKeller und FeuchteAbdichtung, TrockenheitHeizung und EnergieBaujahr, EnergieausweisUnterlagenBauakte, GenehmigungenGrundstückGrenzen, Nebengebäude
Schematische Darstellung typischer Prüfpunkte bei einem Einfamilienhaus. Die Grafik ersetzt kein Gutachten und keine Bewertung des Gebäudes.
Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Vorbereitung

Wie lange vorher sollte ich mit der Vorbereitung beginnen?

Am besten einige Wochen vor dem geplanten Verkaufsstart. So bleibt Zeit, fehlende Unterlagen zu beschaffen, kleine Reparaturen zu erledigen und Fotos bei gutem Wetter zu machen. Den Zeitplan stimmen wir gemeinsam ab.

Muss ich das Haus vor dem Verkauf leer räumen?

Nein. Ein bewohntes, aufgeräumtes Haus wirkt oft sogar einladender als leere Räume. Wichtig ist, dass Keller, Dachboden und Garage zugänglich sind, damit Käufer den Zustand beurteilen können.

Lohnt sich ein neuer Anstrich vor dem Verkauf?

Oft ja, wenn Wände stark abgenutzt oder sehr dunkel gestrichen sind. Helle, frische Wände lassen Räume größer wirken und kosten vergleichsweise wenig. Größere Umbauten lohnen sich dagegen selten.

Kann ich mein Haus verkaufen, wenn ich weit entfernt wohne?

Ja. Ich übernehme die Besichtigungen vor Ort, kümmere mich um Unterlagen und halte Sie nach jedem Termin auf dem Laufenden. Zum Notartermin kommen Sie in der Regel persönlich oder lassen sich vertreten.

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